Frühbehandlung - Kieferorthopäde für Kinder in Garbsen bei Hannover

Kieferorthopädie für Kinder - Frühbehandlung 3. - 9. Lebensjahr

Immer wieder werden wir gefragt, wann es sinnvoll ist, sich bei einem Kieferorthopäden vorzustellen. Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, da jeder Mensch anders ist. Manchmal ist es notwendig, dass schon sehr früh mit einer kieferorthopädischen Behandlung angefangen werden muss.

Diese Kinder werden in der Regel vom Kinderarzt zu uns geschickt, wenn bei einer der Vorsorgeuntersuchungen Auffälligkeiten festgestellt wurden. Manchmal sind es aber auch die Kindergärtnerinnen, denen im Vergleich mit gleichaltrigen Kindern Sprachschwierigkeiten auffallen und die dann gezielt die Eltern ansprechen. Wir sind Ihr Kieferorthopäde für Kinder in Hannover.

Was sind die häufigsten Gründe, warum Kindergarten- oder Grundschulkinder einen Termin beim Kieferorthopäden brauchen:

  • Die Eltern oder Geschwister des Kindes hatten/haben eine kieferorthopädische Behandlung.
  • Die Zahnstellung des Kindes ist so auffällig verändert, dass jeder es sofort sieht.
  • Das Kind lutscht noch am Schnuller oder am Daumen und die oberen und unteren vorderen Zähne berühren sich nicht mehr.
  • Das Kind hat Milchzähne durch einen Unfall oder durch Karies verloren.
  • Das Kind atmet immer mit offenem Mund, der Mund ist dauerhaft geöffnet.
  • Das Kind spricht deutlich schlechter als seine Altersgenossen.
  • Das Kind lispelt.
  • Beim Schlucken sieht man die Zunge des Kindes.

Bei kleinen Kindern muss es nicht gleich eine Zahnspange sein. In vielen Fällen wird eine myofunktionelle Therapie bei einem Logopäden empfohlen, um den korrekten Mundschluss und die richtige Zungenmotorik spielerisch zu trainieren.

Wenn bei einem Kind durch das Lutschen am Daumen oder am Schnuller schon Verände- rungen an der Zahnstellung zu erkennen sind, kann der Kieferorthopäde hilfreiche Tipps zum Abgewöhnen des Lutschens geben oder den Schnuller durch eine Mundvorhofplatte ersetzen. Wird mit dem Lutschen zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr aufgehört, so ist häufig ein Selbstausgleich der eingetretenen Fehlbildung des Gebisses zu erwarten, das heißt, die Veränderungen der Zahnstellung verschwinden ohne weitere Maßnahmen.

Manchmal wachsen die neuen Frontzähne falsch und die oberen Frontzähne beißen hinter die unteren Frontzähne. Dadurch kann das Wachstum der Kiefer ungünstig beeinflusst werden und die Frontzähne können auch in Folge der Falschbelastung übermäßig gelockert werden, weshalb diese Zahnfehlstellung so früh wie möglich behandelt werden sollte.

Der Erhalt der Milchzähne steht bei allen Kieferorthopäden und Zahnärzten an vorderer Stelle. Manchmal gehen Milchzähne aber frühzeitig durch Karies oder Unfälle verloren. Dann ist es wichtig, dass die entstandene Lücke solange offen gehalten wird, bis der nachkommende bleibende Zahn weit genug nachgewachsen ist. In diesen Fällen werden Platzhalter eingesetzt, das sind herausnehmbare Zahnspangen die zuhause und nachts getragen werden müssen bis der neue Zahn da ist.

Wichtig: Um zum Kieferorthopäden zu gehen, braucht man keine Überweisung und sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Erstberatung bei Kindern.

Kieferorthopädie bei Jugendlichen

Die meisten kieferorthopädischen Behandlungen werden bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr begonnen, wobei sich der Beginn der Behandlung immer nach dem speziellen Problem des Einzelnen richtet.

Die früher - und leider auch heute noch - häufig vertretene Meinung, dass erst alle bleibenden Zähne da sein müssen, ist nicht richtig, da bei einigen Fehlstellungen eine kieferorthopädische Behandlung zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt beginnen muss.

In der Kieferorthopädie unterscheidet man zwischen Zahn- und Kieferfehlstellungen, wobei bei den meisten Patienten immer eine Kombination aus beiden vorliegt. Zahnfehlstellungen lassen sich am besten mit festsitzenden Zahnspangen korrigieren, da diese gezielte dreidimensionale Einzelzahnbewegungen ermöglichen.

Gesunde Zähne in einem gesunden Kiefer lassen sich ein Leben lang bewegen. Bei Patienten die "nur" Zahnfehlstellungen haben, kann es also durchaus sinnvoll sein mit dem Beginn der kieferorthopädischen Behandlung zu warten, bis alle bleibenden Zähne da sind.

Kieferfehlstellungen, wenn der Unterkiefer z.B. zu weit hinten liegt und es dadurch zu einem vergrößertem Abstand zwischen den oberen und unteren Frontzähnen kommt, lassen sich kieferorthopädisch nur während des Wachstums beeinflussen.

In diesen Fällen ist es also wichtig, dass vor Abschluss des Kieferwachstums mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen wird.

Der für die Kieferorthopädie wichtige pubertäre Wachstumsschub dauert bei allen Jugendlichen ungefähr gleich lang, da aber jeder Mensch anders "programmiert" ist, kann das Einsetzen des letzten Wachstumsschubes bei dem einen früher, bei dem anderen später stattfinden, was der Kieferorthopäde durch spezielle Diagnostik erkennen kann. Deshalb muss bei manchen Kindern bereits im Alter von 9 Jahren mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden, während bei anderen ein Behandlungsbeginn vor dem 13. oder 14. Lebensjahr noch nicht sinnvoll ist.

Für die Wahl des idealen Zeitpunkts um mit einer kieferorthopädischen Behandlung anzufangen, ist also nicht das Alter des Patienten ausschlaggebend, sondern der Ablauf des Zahnwechsels, das Kieferwachstum und auch die geistige Reife, da eine Behandlung nur bei guter Mitarbeit des Patienten zum Erfolg führen wird.

Wichtig: Um zum Kieferorthopäden zu gehen, braucht man keine Überweisung und sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Erstberatung bei Kindern.